Wenn der Winter kommt und Schnee die Straßen bedeckt, stellt sich immer die Frage: Welcher Antrieb ist am sichersten bei winterlichen Bedingungen? Egal ob Sie zur Arbeit in die Stadt fahren oder in die Berge reisen, der Antriebstyp kann das Fahrerlebnis entscheidend beeinflussen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie die Vor- und Nachteile der vier häufigsten Antriebsarten: Hinterradantrieb (RWD), Frontantrieb (FWD), Allradantrieb (AWD) und Allradantrieb mit Untersetzung (4WD/4×4), damit Sie die für Ihre Winterbedingungen beste Option wählen können. Und falls Ihr Fahrzeug auf Schnee nicht optimal ist, finden Sie praktische Tipps zur Erhöhung von Sicherheit und Performance – die Reifen sind dabei immer das wichtigste Kriterium!

Inhalt
Hinterradantrieb (RWD)
Der Hinterradantrieb überträgt die Kraft auf die hinteren Räder. Häufig bei Pick-ups, Sportwagen und leistungsstarken Fahrzeugen. Er bietet auf trockener Straße hohe Fahrdynamik und gutes Lenkverhalten, kann aber bei Nässe oder Schnee Probleme verursachen.
Auf Schnee besteht mit Hinterradantrieb die Gefahr, dass das Fahrzeug durchdreht oder zu stark „schiebt“, besonders beim Anfahren oder auf Steigungen. Sie können die Traktion verbessern, indem Sie Gewicht auf die Hinterachse legen und hochwertige Winterreifen verwenden – dennoch bleibt diese Lösung weniger effektiv als Front- oder Allradantrieb.
Frontantrieb (FWD)
Der Frontantrieb überträgt die Kraft auf die Vorderräder und findet sich bei Limousinen und Kleinwagen. Auf Schnee ist er besser geeignet als Hinterradantrieb, da die Antriebsräder gleichzeitig lenken und das Gewicht des Motors tragen.
FWD-Fahrzeuge „ziehen“ sich über die Straße, bieten Stabilität beim Anfahren und gute Kontrolle auf Schnee und Eis. Bei extremen Bedingungen oder Offroad-Fahrten ist Allradantrieb aber die bessere Wahl.
Allradantrieb (AWD)
Der Allradantrieb (AWD) verteilt die Kraft automatisch auf alle vier Räder und passt sich ständig dem Untergrund an. Perfekt für Vielseitigkeit und Sicherheit: Sie fahren auf trockener, nasser, verschneiter, kiesiger oder vereister Strecke mit mehr Vertrauen.
AWD ist besonders effektiv auf Schnee, da die Traktion optimiert wird, sobald ein Rad durchdreht. Dieses System ist inzwischen bei vielen SUVs und Crossovern auch im mittleren Preissegment zu finden.
Allradantrieb mit Untersetzung (4WD/4×4)
4WD oder 4×4 ist typisch für echte Offroader und Pick-ups. Hier kann der Fahrer den Allradantrieb und die Untersetzung manuell zuschalten, um schwieriges Gelände oder tiefe Schneedecken und Eis zu überwinden.
Dieses System bietet maximale Kraft bei extremen Bedingungen, sollte aber vorsichtig eingesetzt werden: Gesperrter Allradantrieb auf trockener Straße kann technische Schäden verursachen. Ideal für verschneite Wege, Wälder oder unbefestigte Straßen.
Winterreifen: immer die wichtigste Wahl
Unabhängig vom Antrieb sind Winterreifen der Schlüssel zur sicheren Fahrt im Schnee. Achten Sie auf das Schneeflocken-Symbol für optimale Gummimischung und Profil. Nur mit geeigneten Reifen profitieren Sie wirklich von jeder Antriebsart und minimieren das Risiko von Rutschen oder langen Bremswegen.
Praktische Tipps
- Haben Sie Hinterradantrieb, legen Sie Gewicht z.B. mit Sand oder Salz in den Kofferraum und achten Sie auf gute Winterreifen.
- Mit Frontantrieb überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck und fahren Sie besonders vorsichtig in Kurven.
- Bei AWD sollte das System regelmäßig überprüft und gewartet werden, besonders nach längeren Standzeiten.
- 4×4-Fahrer schalten die Untersetzung nur bei Bedarf zu und deaktivieren den Allradantrieb auf trockener Straße.
Das Team von FEA empfiehlt: Prüfen Sie winterliche Reifen, Reifendruck und den Gesamtzustand Ihres Fahrzeugs vor jeder Fahrt auf verschneiten Straßen.]



